Mittwoch, 9. Oktober 2019

Burst Your Bubbles

Ich freu mich auf meine keynote am 24. Oktober 2019 in Wien bei den ZTalks #1

„The Design of Innovation: Wie viel Freiraum braucht erfolgreiches Produkt- und Servicedesign?“


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Veränderungen - immer mehr, immer dichter, immer schneller



In unserem täglichen Leben sind wir umgeben von immer mehr leistungsfähigeren Produkten und weltweit verfügbaren Services. Weltweite Vernetzung zwischen Menschen und Dingen, zahllose Apps auf unseren Smartphones, Streaming von Musik und Filmen auf unterschiedlichen Geräten, Spracheingabe und -steuerung von immer mehr Dingen, Augmented und Virtual Reality von Spielen bis Gehirnoperationen, Blockchain als Vertrauens- und Transparenz-Stifter, künstliche Intelligenz und Machine Learning wohin das Auge auch schaut, Bots und Robots als Helfer im Alltag und bei ausgefallenen Situationen, Drohnen zum Transport von allem Möglichen, selbstfahrende elektrische Autos, 3D-Druck von Plastikteilen über Essen bis zu menschlichen Organen, personifizierte Gesundheitserhaltung, Eroberung des Weltraums und Verhinderung des Alterns und noch vieles mehr sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern finden statt. 


Hier und Jetzt. Immer mehr. Immer dichter. Immer schneller.

Was tut das mit uns?


Niemand bezweifelt die enormen Auswirkungen auf Menschen und Systeme, auf Strukturen und Gesellschaften. 


Und doch gibt es zwei Gruppen von Menschen: 



  • die einen, die angsterfüllt die Entwicklungen beobachten, die sich verweigern oder sich überfordert fühlen oder auch tatsächlich sind. Sie wollen die Ist-Situation verteidigen, sie hassen Veränderungen und versuchen mit allen Mitteln in ihrer Komfortzone zu bleiben.
    Sie sind Bewahrer*innen.

  • ...und die anderen, die lustvoll immer wieder Neues entdecken, ausprobieren und erschaffen wollen. Sie treiben Innovationen voran und finden immer mehr Anhänger*innen, auch deshalb, weil viele in ihrem Leben nie in der ersten Gruppe aufgewachsen sind.
    Sie sind Innovator*innen.



Wie ticke ich - wie tickst du?



Jede*r lebt in seiner / ihrer Bubble. Wir alle haben unsere Pattern, unsere Strukturen und Muster nach denen wir denken, einordnen und handeln. Das ist notwendig um unser Leben meistern zu können. Niemand kann andauernd alles hinterfragen; schnelle Einteilungen in unsere bestehenden Denkmuster spart uns Energie und Zeit.


Wer jedoch Neues entdecken will, sich mit der Zukunft auseinandersetzen will oder gar Innovationen selbst vorantreiben will, muss liebgewonnene Pattern shiften, gewohnte Bubbles zerplatzen lassen und immer wieder neue Patterns und Bubbles aufbauen. Das kann durchaus Spass und Freude bereiten und ist jedenfalls die bessere Voraussetzung für die Anforderungen der Zukunft als Augen und Ohren, Herz und Hirn zu verschließen.

Warum gibt es noch so viele schlechte Produkte und Services?


Wir sind ja nicht nur Konsument*innen, sondern produzieren auch. Wenn Produzent*innen der ersten Gruppe der Bewahrer*innen angehören, produzieren sie etwas, das für die andere Gruppe der Innovator*innen nicht passt. 


Die Bubbles der beiden Gruppen passen einfach nicht zusammen. Grundsätzlich nicht.

Aus dem jeweiligen Bubble heraus ist die anderen Bubble unverständlich, verstörend, uninteressant. 


Das geht vom persönlichen Weltbild und dem Sinn des eigenen Lebens über Strukturen und Aktivitäten in der Gesellschaft bis zu Funktionen in Branchen und Unternehmen. Das betrifft Leadership und Prozesse, Marketing und Sales, Entwicklung und Design von Produkten und Services - um nur einiges zu nennen.


Es geht heute um “Pull” statt “Push”, um “Outside in” statt “Inside out”, um Design als intrinsisches Element von Anfang an statt Kosmetik und Behübschung zum Schluss.


Neue Bubbles, neue Pattern.




Mein Ziel ist viele persönliche Bubbles platzen zu lassen. 

Dann werden Produkte und Services besser.


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Freitag, 27. September 2019

Stillstandswahl 2019 in Österreich

Ich bin Mensch, geboren in Österreich, also Österreicher. Also gehe ich am 29.9. wählen. 

Klar. 

Mein Problem: die Parteien tun nichts für junge Menschen: nichts in der Bildung, nichts für die Umwelt, nichts für Startups.

Siehe auch den
Blogpost auf confare
und den 
Podcast auf Gründer und Zünder

Ich geh trotzdem wählen!

Freitag, 26. April 2019

Fight Night 25.4.2019

Gestern fand im Talentgarden Wien die erste Fight Night von Prime Crowd statt. In 3 “Battles” a 20 Minuten wurden die Themen AI, work life balance und Startup-Standort Österreich von jeweils 2 “Gegnern” diskutiert und anschliessend vom Publikum bewertet.
Ich freue mich dass ich als Kritiker des Standorts Österreich für Startups mein Battle gewonnen habe!



Freitag, 29. März 2019

Marillenblüte in der Wachau

Heute hab ich es nach Jahren wieder geschafft, zur Marillenblüte in der Wachau zurecht zu kommen! Einfach wunderschön!







Montag, 13. Juni 2016

Immobilien und Startups

Übers Wochenende hab' ich mir so meine Gedanken gemacht.
Es lässt mir keine Ruhe.
Zwei Dinge beschäftigen mich:

  1. Immobilienbesitzer kämpfen mit Mietrecht, sinkenden Preisen und Leerstand.
  2. Bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der best immo 2016 wurde festgehalten, dass sich Wohn- und Gewerbeimmobilien nicht wirklich mischen lassen.

Ich fang' mit dem zweiten Punkt an

Ich bin ja kein Experte für Immobilien. Aber ich war total erstaunt, dass Besitzer von Immobilien keine gemischte Nutzung wünschen, weil dies den Wert der Immobilie beeinträchtigt. Außerdem seien Versicherungen (!) nicht daran interessiert.

Für mich ist das inakzeptabel!


Wenn wir schauen wie die Arbeitswelt sich verändert, wie viele Menschen sich "Arbeit mit nach Hause" nehmen, dann wundert es mich, dass hier nicht schon längst zukunftsweisende Konzepte entstanden sind. 
  • Wie schaut Wohnen und Arbeiten in naher Zukunft aus?
  • Warum gibt es eine Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsbereich, der möglichst durch verstopfte Strassen und schlechte öffentliche Verkehrsinfrastruktur geographisch überwunden werden muss, damit viele Menschen maximale Lebenszeit tagtäglich verlieren?
  • Glauben wir wirklich dass Menschen täglich bis zu zwei Stunden brauchen um bei Hin- und Rückfahrt zum Arbeitsplatz Abstand zur Arbeit zu bekommen? Was sagt uns das über die Arbeit an sich?
  • Glauben wir wirklich dass Arbeitsleistung an einem Ort zu einer bestimmten Zeit "abgerufen" werden kann?
  • Was machen Architekten die ganze Zeit, die viele nicht praktikable Wohnungen planen, in denen sie selbst keine Woche überleben würden; Warum sind Büros von Architekten meist grau in grau ohne Lebensfreude? Glauben Architekten, dass das Umfeld der Arbeit genau so trist aussehen muss wie die Arbeit in vielen Firmen selbst?
Vor vielen Jahren, als "Telearbeit" in Österreich diskutiert und ausprobiert wurde, hab' ich Architekten gefragt, was dies für ihre Planungen bedeute; die Antwort war, dass sie ohnehin einen zweiten Telefonanschluss in der Wohnung vorsehen würden. Tja, wenn ich es mir recht anschaue, dann hat sich seither nicht wirklich viel verändert. WLAN ist "eh da", also muss sich niemand mehr um Raumaufteilung und sinnvolle Nutzung Gedanken machen...

Architekten, wo seid ihr?


Im Anschluss an der Konferenz hab ich mit Denise Riesenberg diskutiert. Es war ein sehr anregendes Gespräch. Sie hat gemeint, dass aus ihrer Erfahrung der Bau eines neuen Bürogebäudes wenig Spielraum für die organisatorische und kulturelle Entwicklung einer Firma lasse. Weil alles schon vordefiniert sei, wie es offensichtlich immer schon gemacht wurde. Weil ein Arbeitsplatz so auszusehen habe, ein Meetingraum detto.

Na, dann gute Nacht! Gerade wenn neu gebaut wird, könnte man doch neue Konzepte verwirklichen anstatt wiederum das zu betonieren was die letzten fünfzig Jahre in den Firmen getan wurde. Es braucht mehr Architekten wie Denise Riesenberg um das endlich aufzubrechen. Und natürlich CEOs und Eigentümer, die endlich begreifen, wie Raum auf Motivation und Arbeitsleistung von Menschen wirkt.

Nun zum ersten Punkt


Ich orte immer mehr Interesse an Startups. Von allen Seiten. Ich verstehe allerdings nicht genau warum!
  • Ist es einfach schick und modern sich mit Startups zu schmücken?
  • Wollen die bestehenden Firmen wirklich von Startups lernen?
  • Was können bestehende Firmen wirklich von Startups lernen?
  • Warum ist das Thema Startup und Entrepreneurship bei Immobilienbesitzern so ein Thema?
Mein Verdacht ist, dass es einfach cool klingt, wenn man sagen kann, man mache irgendwas mit Startups.

Wenn ihr mit Immobilien wiorklich etwas mit uns für Startups machen wollt:

  • warum gebt ihr nicht Office and Living Space für Startups her?
  • Nehmt Anteile an den Unternehmen und geht mir ins Risiko!
  • Lasst die Startups machen was sie gut finden und was sie brauchen!
  • Holt euch Architekten die nicht ihre Vorstellung verwirklichen wollen, sondern die zuhören und moderieren, die neue Aspekte begreifen und unterstützen!
So, und wer bisher gelesen hat: ich lade alle ein, mitzuhelfen, dass Startups Office bekommen und ich bin bereit dafür Anteile an meinem Unternehmen zu geben. Meldet euch einfach. 

Wir machen das!

Mittwoch, 1. Juni 2016

Sind Startups und Büros Feinde?

Ich arbeite derzeit wieder einmal mit einem meiner Unternehmen sehr intensiv: mit Twingz in Amsterdam. Im Coworking Space B.Amsterdam.

Das ist richtig kultig - finde ich.

Und da trifft es sich gut, dass Alexander Ghezzo mich eingeladen hat auf der best(and)IMMO #4 am
9. Juni 2016 über Startups und Büroimmobilien einen Vortrag zu halten.

Im Vorjahr war ich bei einer Podiumsdiskussion dabei und meinte, dass der Immobilienmakler aussterben wird, wenn er keinen Mehrwert bieten kann und das Zusammenbringen von Kundenwünschen und Angeboten Algorithmen und Netzwerke leisten können. Im Video gibt's einen kleinen Ausschnitt dazu.

Einige Ausblicke zu meiner Meinung gibt's im Blog von Alexander.

Freu mich wenn wir uns am 9. Juni 2016 in Wien sehen!


Wie denkst Du über Büros und Startups?

Willst du eine Stunde zum Aufrütteln
oder
einen Tag Workshop gemeinsam mit deinen KollegInnen?


Kontaktiere mich und wir machen uns was aus!

let’s cleebrate change

Dienstag, 17. Mai 2016

Kaffeemaschine und Toaster

Ich habe gestern Kaffeemaschine und Toaster in meiner Küche weit auseinander gestellt. Der Grund ist einfach: Sie vertragen sich nicht. Bisher konnte sie niemand hören, aber durch das Internet der Dinge werden sie gesprächig. Sie fangen an ihre Zustände uns Menschen mitzuteilen und lassen sich mit uns ein - über Smartphones als Vermittler.

Wir Menschen wollen aber nicht für jedes Ding eine eigene App, sondern verlangen von unseren Dingen, dass sie sich gefälligst selbst koordinieren.
Tja, also fangen unsere Dinge an, sich zu organisieren und unter einander abzustimmen.

Und genau hier passierte nun in meiner Küche, dass der Toaster der Kaffeemaschine vorwarf, dauernd unter Dampf zu stehen. Die Kaffeemaschine wiederum pflanzte den Toaster damit, dass er dauernd Brösel mache.


Mit dem Wort “pflanzen” konnte der Toaster zunächst nichts anfangen. Als er aber die Pflanzen am Küchenfenster befragte, sagten diese, er solle doch mal den Begriff googlen.

Und tatsächlich: “jemanden pflanzen” heißt “jemanden zum Narren halten, foppen oder täuschen”. Und weil der Toaster gleich dabei war, schaute er auch nach, was “Brösel machen” bedeutet: “Ärger machen”. Genau das hatte er sagen wollen!

Na, immer diese Inkompatibilitäten, dachte der Toaster und begann laut zu schimpfen. Die Kaffeemaschine liess sich das nicht gefallen und schrie zurück.

Ich musste einschreiten, um den Streit zu beenden.

Ich nahm beide vom Netz.



Welche Dinge hast Du um Dich herum, die bald reden werden?
Was bedeutet Internet der Dinge für Dich?


Willst du eine Stunde zum Aufrütteln
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